Die “KKI Christoph Schubert Forschungsförderung”

   Die „KKI-Christoph Schubert Forschungsförderung”:      Wo Geld großen Nutzen entfaltet.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 hat die KKI die Erforschung von Krebs bei Kindern bisher überwiegend durch Sachmittel und durch die Unterhaltung eines Forschungslabors an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt. Die Wissenschaftler, die im KKI-Labor forschen, tun dies als fest angestellte oder über Drittmittelprojekte finanzierte Mitarbeiter.                     Ihr Schwerpunkt ist die Erforschung seltener Krebsarten, die nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Kindern betrifft. Eine Förderung der Erforschung dieser Erkrankungen ist nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten weniger attraktiv als zum Beispiel die sog. Zivilisationskrankheiten, für deren Therapien es einen großen Markt gibt.                                             Da für die Erforschung seltener Krankheiten folglich ein mächtiges Finanzierungsinstrument (Unternehmen der freien Wirtschaft) fehlt, sind staatliche Gelder, aber auch Zuwendungen gemeinnütziger Vereine wie der KKI unverzichtbar.Seit Oktober 2011 fördert die KKI zusätzlich die Forschungsarbeiten einer Nachwuchswissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Reiner Siebert, der das KKI-Labor am Institut für Humangenetik der Universität Kiel leitet. Mit diesem Pilotprojekt, das zu Ehren des verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden “KKI-Christoph Schubert Forschungsförderung” getauft wurde, sollen die KKI-Mittel dort eingesetzt werden, wo sie die größte Wirkung gegen den Krebs bei Kindern entfalten können: in der Erforschung der Ursachen. Durch dieses neue Förderinstrument werden zusätzliche Erkenntnisse gewonnen, aus denen neue Diagnoseverfahren und schließlich Therapien entwickelt werden.                        In den Förderrichtlinien der „KKI-Christoph Schubert Forschungsförderung”, die auf Anfrage jederzeit eingesehen werden können, sind die Kriterien festgeschrieben, nach denen die Förderung erfolgt. Diese Richtlinien waren die Grundlage des Vorstandsbeschlusses vom 24. Februar 2011 sowie des darauf folgenden Förderantrages von Prof. Siebert, der am 1. Juni 2011 bei der KKI eingegangen ist und durch einstimmigen Vorstandsbeschluss bewilligt wurde.                        Durch die Ausstattung des KKI-Labors sind die Forschungsbedingungen bereits  hervorragend. Allerdings sind die Geräte und das Labor lediglich Werkzeuge, um konkrete Fragestellungen und Hypothesen zu bearbeiten. Eine sinnvolle Balance zwischen Sach- und Personalmitteln ist daher die Voraussetzung, um die Erkenntnisse zu gewinnen, die im Kampf gegen den Krebs letztlich den Ausschlag geben können.                         Die Forschungsthemen haben direkten Bezug zu den satzungsgemäßen Vereinszielen der KKI und setzen an den Ursachen der Krebserkrankungen an, bei deren Erforschung und Behandlung in den vergangenen Jahren – auch durch die Zuwendungen der KKI – große und international beachtete Fortschritte erzielt wurden.         In allgemeinverständlichen Jahresberichten informieren die Kieler Wissenschaftler über den Fortschritt ihrer Forschungsarbeiten. Die Berichte werden zeitnah auf der Internetseite der KKI veröffentlicht.