Jahreshauptversammlung 2012

Kurzbericht zur 21. Jahreshauptversammlung der KinderKrebsInitiative (KKI) am 14. April 2012 im Galloway, Gründungsort und inoffizielle Zentrale der KKI, in Holm-Seppensen.

Die Tagesordnung, der Veranstaltungskalender 2012
sowie der Bericht des Schatzmeisters inklusive einer Finanzübersicht für das Kalenderjahr 2011 waren allen Mitgliedern vier Wochen vor der Jahreshauptversammlung per Post zugesandt worden.

Um 17:15 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen
Förster die Versammlung mit der Begrüßung der 20 ordentlichen Mitglieder und 8 Vorstandsmitglieder.         In einer Schweigeminute wurde der in 2011 verstorbenen
Mitglieder gedacht.

Der 1. Vorsitzende stellte die satzungsgemäße
Beschlussfähigkeit fest. Beiratsmitglied Giesela Sorge gab einen Rückblick auf die umfangreichen KKI-Aktivitäten des Jahres 2011 und betonte die Notwendigkeit aktiver Helfer, um die vielen Veranstaltungen und die damit verbundene Arbeit bewältigen zu können.

In der anschließenden Vorschau auf die geplanten Aktivitäten für 2012 wurde u. a. angekündigt, dass das KKI-Bürgerfest, das für den 19. und 20. Mai geplant war, mangels Helfern in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Herr Förster und Frau Sorge appellieren an die Mitglieder, sich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen und die Arbeit der KKI zu unterstützen, die nicht bloß Zeit kostet, sondern vor allem großen Spaß macht.

Anschließend erläuterte Schatzmeister Peter Sander seinen Bericht, der allen Mitgliedern mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung zugesandt worden war.           Die Einnahmen setzten sich wie in den Vorjahren in absteigender Reihenfolge aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Bußgeldern zusammen. Im Jahr 2011 wurden dem Kieler Forschungslabor 309.800,47 Euro für medizinische Analysegeräte (280.629,19 Euro) und laufende Kosten (29.171,28 Euro) überwiesen.

Erstmals wurde im Jahr 2011 die Christoph-Schubert-KKI-Forschungsförderung in Höhe von 30.000 Euro gewährt. Die Therapie eines krebskranken Kindes wurde mit 17.933,19 Euro unterstützt.

Die Verwaltungskosten der KKI beliefen sich 2011
auf lediglich 2,1% der Einnahmen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat die KKI dem Universitätsklinikum Kiel über 2.928.520,90 Euro für die Krebsforschung zur Verfügung gestellt.

Per 31.12.2011 hatte die KKI unverändert 254 Mitglieder.

Die Kasse wurde von Martina Lamprecht und Klaus
Rieck geprüft. Die Konten wurden vorbildlich geführt, es gab keine Beanstandungen.                                        Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Im Jahr 2012 mussten der gesamte Vorstand mit Ausnahme der Schriftführerin, sechs Beiräte und ein Kassenprüfer neu gewählt werden.

Der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Förster und 
der 2. Vorsitzende Udo Pagenkämper wurden einstimmig wiedergewählt. Zum Schatzmeister wurde Thomas Hempel gewählt, zur Pressesprecherin Giesela  Sorge,
beide ebenfalls einstimmig.

Einstimmig wurden Andreas Dänhardt, Thorsten Radde und Anne Pagenkämper im Amt des Beirates bestätigt. Neu in den Beirat gewählt wurden Eckhard Barthels, Ralf Harms, Kirsten Rieck (in Abwesenheit), Ingo Schulze und Rolf Seidel (in Abwesenheit).

Zum 2. Kassenprüfer wurde Matthias Küffner gewählt.

Der 1. Vorsitzende dankte Schatzmeister Peter Sander, der sich aufgrund eines Wohnortswechsels nicht wieder zur Wahl stellte, und den Beiratsmitgliedern Egon Krahn und Birgitt Sperling im Namen der KKI herzlich für Ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Im Bericht aus Kiel stellten Prof. Dr. Reiner Siebert (Institut für Humangenetik), Frau Rabea Wagner und Prof. Dr. Wolfram Klapper (Institut für Hämatopathologie)
aktuelle Forschungsergebnisse, Fortschritte und Planungen in einem gewohnt klaren und verständlichen Kurzvortrag vor.                                                         Die Fördermittel der KKI werden in  beeindruckender Weise zielführend, effektiv und effizient eingesetzt. Frau Wagner hat bereits beachtliche Forschungsergebnisse erzielt, obwohl sie erst seit einem halben Jahr im Rahmen der Christoph-Schubert-KKI-Forschungsförderung am Institut für Humangenetik arbeitet. Wir dürfen auf weitere Vorträge gespannt sein, in denen Frau Wagner jeweils auf der KKI-Hauptversammlung über ihre Forschungserfolge
berichten wird.

Prof. Siebert stellt dar, dass der größte Engpass hoch-qualifizierte Forscher sind, die relevante Informationen aus den gewaltigen Datenmengen, die die medizinischen Geräte und Methoden liefern, herausfiltern und in wirksame Therapien übersetzen.

Prof. Klapper hebt hervor, dass dort, wo es viele Kinder gibt (z. B. in den Entwicklungsländern), auch Krebs bei Kindern häufiger ist und folglich dort medizinische Expertise dringend benötigt wird. Geld kann den wissenschaftlichen Fortschritt und die Entwicklung von Therapien beschleunigen. Die Krebsarten, mit denen sich die Kieler Forschergruppen befassen, sind jedoch zu selten, als dass es sich für Pharmaunternehmen lohnen würde, in die Entwicklung neuer Therapien zu investieren. Hier sind staatliche Förderinstrumente gefragt, aber
auch gemeinnützige Vereine, wie die KKI, leisten hier unverzichtbare Unterstützung (s. o.).

Die Jahreshauptversammlung wurde um 19:25 Uhr geschlossen.